Orte
Ein Ort ist ein Standort im größeren Ganzen von Zeit und Raum. Im Stringismus glauben wir daher, dass die strings, die Energie um das, was wir sind, damit inhärent verbunden sind, so wie auch wir selbst in dieser Zeit und diesem Raum existieren.
Obwohl der Stringismus eine Person mit Seele als Verbindung verschiedener strings zu einem Netzwerk von Knoten betrachtet, können strings auch frei umherschweifen, solange sie keinen Bedarf oder Anstoß finden, sich mit einem Knoten zu verbinden.
Das führt zu einigen interessanten Konzepten.
Ein Ort hat Erinnerungen
Ein Ort hat also de facto eine gewisse Vorstellung von Erinnerungen an das, was geschehen ist. Indem Dinge geschehen, wird Energie in die string gesteckt, die dieses Ereignis umfasst.
Eine string kann sich an ein bestehendes Netzwerk von Knoten, also an eine Seele, anheften, kann aber ebenso gut weiter umherwandern.
Bei einem traumatischen Ereignis, bei dem eine Seele verloren geht, ist es daher auch wahrscheinlicher, dass diese strings weiter schweben und einem Ort so eine bestimmte vibe geben, die von anderen wahrgenommen werden kann.
Déjà-vu
Da wir selbst strings aufnehmen, unter anderem von geliebten Menschen um uns herum, kann es sein, dass eine string aus einer Erinnerung entstanden ist, die sowohl eine Seele als auch einen Ort miteinander verbindet, wenn auch in ferner Vergangenheit.
Wenn diese string dann zwischen zwei Knoten oder Seelen entsteht oder sogar vollständig weitergegeben wird, kann es also sein, dass die Erinnerung unbewusst bestehen bleibt — nicht physisch im Gehirn, sondern in der Seele.
Wenn wir später an diesen Ort kommen, kann diese bestehende string erneut aktiviert werden. Das Gefühl, etwas schon einmal gesehen, gefühlt oder erlebt zu haben, muss im Stringismus also nicht unbedingt aus einer persönlichen Erinnerung stammen. Es kann auch eine Erinnerung sein, die über strings in unser Netzwerk gelangt ist.
Feels like home
Ein Ort kann sich also auch direkt wie Zuhause anfühlen. Das kann durch zwei Effekte geschehen.
Einerseits gibt es das rein Rationale: Du erkennst Dinge, die dich an frühere Erinnerungen denken lassen. Diese Erinnerungen beginnen dann, an deiner Seele, deinen Emotionen und deinen strings zu ziehen und geben ihnen wieder Energie.
Andererseits kann das auch unbewusst geschehen. Da du selbst eine Sammlung bist, kannst du auch anderswo Dinge aufgenommen haben. Wenn du zum Beispiel sehr viel mit Freunden zusammen bist, die das Meer lieben, oder noch stärker, wenn deine Eltern gern am Meer sind, dann wird dieses Gefühl, selbst wenn du selbst noch nie am Meer warst, durchsickern und mitkommen.
Die strings in deinem Seelenknoten können dir dadurch ein warmes und angenehmes Gefühl geben, durch die Energie, die du von anderen mitbekommen hast. Es fühlt sich vertraut an. Feels like home...
Umgekehrt kann es auch sein, dass jemand, den du kennst, einmal an diesem Ort war und dort seine Energie in einigen losen strings zurückgelassen hat, die du später wieder spürst.